Lange Nacht der Oper

Monteverdis Orfeo und der Staatsanwalt hat das Wort
7. AEQUINOX Musiktage

1. Claudio Monteverdi – L’Orfeo 1607
Liebe, Leidenschaft, Kampf gegen die Kräfte der Unterwelt!
Die erste Oper der Musikgeschichte

Favola in Musica in fünf Akten mit Prolog
Musik: Claudio Monteverdi (1567–1643)
Libretto: Alessandro Striggio
UA: 24. Februar 1607 herzoglicher Palast in Mantua
Dauer: 2 Std., konzertante Aufführung, Pause nach dem 2. Akt

 

Orfeo – Gyula Orendt (Bariton)

 

Capella Angelica

La Musica/ Ninfa – Marie-Luise Werneburg (Sopran)

Euridice/ Echo – Dana Hoffmann (Sopran)

Messagiera, Proserpina – Julia Böhme (Alt)

La Speranza – Matthias Lucht (Altus)

Pastore 1 – Christoph Burmester (Tenor)

Pastore 2 – Manuel Ried (Tenor)

Spirito – Philipp Goldmann (Bass) 

Plutone / Apollo / Caronte  – Ludwig Obst (Bariton)

 

lautten compagney | Wolfgang Katschner


2. Der Staatsanwalt hat das Wort
Eine Welt voll Krimineller in Monteverdis Oper?

Gespräch mit szenischen und musikalischen Einlagen

David Ortmann (Moderator) | Gunnar von Wolffersdorf (Staatsanwalt)

 

Die lange Nacht der Oper huldigt in zwei verschiedenen Teilen einer bis heute faszinierenden Kunstform. Wir beginnen den Abend mit der konzertanten Aufführung des Orfeo von Claudio Monteverdi (1567–1643).
Im Mittelpunkt dieses Werks steht der Sänger Orpheus, der mit der Kraft von Liebe und Musik versucht, den Tod zu besiegen. Obwohl über 400 Jahre alt, ist dieses Stück auch heute noch von einer unglaublich berührenden Schönheit. In der theaterartigen Kulisse der Kulturkirche wird die Oper zu einem glanzvollen und intensiven Erlebnis.

Kaum ist der Beifall verklungen, hat der Staatsanwalt das Wort: Gunnar von Wolffersdorff, auch im wirklichen Leben ein Staatsanwalt, nimmt die Handlung der soeben gehörten Oper strafrechtlich auseinander und wird dabei eingehend befragt vom ahnungslosen Laien, dem Moderator David Ortmann. Wer hat Euridyke eigentlich umgebracht? Ist der Handel, auf den sich Orpheus mit dem Fürsten der Unterwelt Pluto einlässt, wirklich fair? Wie ist letztlich die Rolle der beiden Frauen, Euridyke und Proserpina, zu sehen? Welche Rolle spielt Messagiera? Diese und andere Fragen werden juristisch genau unter die Lupe genommen und führen zu überraschenden Ergebnissen! Dazwischen werden musikalische Highlights der Operngeschichte präsentiert. Das Publikum erwarten emotionale, virtuose und kuriose Highlights. Beste musikalische Unterhaltung als Krönung eines langen Festivaltages!