Musikalische Exequien

Vokalwerke von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach u.a.

amarcord
lautten compagney BERLIN
Leitung: Wolfgang Katschner

 

Lebenslust und Sterbekunst in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts

 

Für die Menschen des 17. Jahrhunderts war der Gedanke an die Endlichkeit des eigenen Daseins sehr vertraut und normal. Eine minutiöse Vorbereitung der persönlichen Trauerfeierlichkeiten, wie sie Heinrich Posthumus Reuß betrieb, stellt in ihrer Komplexität sicher etwas Besonderes dar, entsprach aber ansonsten dem gängigen Welt- und Glaubensbild. Reuß ließ sich zu Lebzeiten einen ‚insgeheim geschaffenen Sarg‘ mit den Textanfängen seiner zukünftigen Totenmesse gestalten und bestellte eine entsprechende Musik für seine Leichenfeier bei Heinrich Schütz, mit dem er gut bekannt war. Mit den Musikalischen Exequien gelang diesem ein Werk, das in seiner Eindringlichkeit und Klangsinnlichkeit bis heute eine ungemein große Faszination auf den Hörenden ausübt. Abgerundet wird das Programm durch weitere Werke, zum Teil ebenfalls für Trauerfeierlichkeiten komponiert, von J. S. Bach, Dietrich Buxtehude, Johann Rosenmüller und Michael Praetorius.



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