Mark Nordstrand

Cembalo/ Orgel


Mark Nordstrand

Als ich das erste Mal die Intonation "Deus in adiutorium meum intende" zu Monteverdis "Marienvesper" wiedergeben auf einem Moog Synthesiser hörte, war es mir klar, dass diese Musik die richtige für mich ist (wenn auch schon damals ziemlich crossover). Ich musste einfach 'was mit Musik machen. Ich und "Der Dicke" waren immer die letzten, die für alle Team Sports ausgewählt wurden, weil ich zumindest, mich hauptsächlich fürs Abschreiben von Beatles Songs, Zusammenzimmern von Cembalobausätzen, und Durchfingern von Scarlatti Sonaten interessierte, und weniger Lust hatte 10 000 Begleittöne für eine Chopin-Kantilene 'runterzuratter: lieber Bach Fugen, da hatte ich mehr davon. Sorry Dorothy, aber der Wirbelsturm, der mich aus Kansas in die Emerald City Berlin (West) versetzte, war meine wahre Rettung (America, Love it, or Leave it - I did both). Rein in die "alternative" Early Music Scene" von Berlin und Bremen, sowas wird es in den Staaten nie geben, wo ich als Schuhverkäufer unglücklich verendet wäre. Also lernte ich kurz nach der Wende einen Lautenist von drüben, der nie an einer Telefonzelle vorbeigehen konnte, und kurz danach seinen Zupf-Partner mit der beneidenswerten Haarpracht kennen. Seitdem machen wir Musik zusammen (früher weniger, jetzt mehr), wobei ich bei so einem Stück wie Buxtehudes "Membra Jesu Nostri" - eingebettet in einen satten Vokal- und Instrumentalklang - das Gefühl bekomme, als wäre es mein eigenes Privatkonzert. Das sind die Momente wo ich, der unverbesserliche Romantiker, vor lauter Rührung eine Mikrosekunde die Zeit anhalten will, dass es nie aufhört! Bitte mehr davon!!


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