Birgit Schnurpfeil

Violine


Birgit Schnurpfeil

Daß zu finden und auszudrücken, was man selbst in sich trägt: Das war für mich eine erfüllende Erfahrung, die ich dank der Musik gemacht habe.  

Verbissenes und uniformes Üben war nie meine Sache. Daß das Musikmachen auch mit dem innersten Atem zu tun hat - das habe ich für mich im Studium an der Leipziger Hochschule richtig entdeckt: durch den mitreißenden Unterricht von Stephan Mai - auf der Barockvioline…

An der Alten Musik hatte ich nun Blut geleckt. Mit ihr kann ich auch heute am besten formulieren, was mich selbst bewegt, spricht sie die Gefühle doch so faszinierend klar an.
Im besten Falle gelingt es dann auch, das Publikum zu begeistern und zu bewegen.

Mit der lautten compagney fühle ich mich dieser Aufgabe in besonderer Weise verbunden, nicht zuletzt als langjährige Konzertmeisterin des Ensembles. Sobald wir die Instrumente anfassen, sprechen wir unsere gemeinsame Sprache.


Vieles möchte ich hier nicht missen: die innovativen Programme, die unkonventionellen Arrangements, auch der mitunter sarkastische Humor, der sich in einem eingeschworenen Team wohl ab und an einschleicht…
 
Die Begeisterung, eine gemeinsame Sprache überzeugend zu sprechen, will ich auch jungen Leuten vermitteln, etwa wenn ich bei Opern-Produktionen mit Musikhochschulen im Orchesterspiel unterrichte. Da sitze ich dann inmitten vieler neuer Gesichter und habe Spaß dabei, das gegenseitige Aufeinanderhören zu schärfen.

Sich dem Publikum und dem Ensemble beim Spiel mitzuteilen – das gibt der Seele unglaublich viel. Mit Worten ist es nicht zu fassen, aber dann bräuchte es schließlich auch keine Musik…


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