Catherine Aglibut

Violine


Catherine Aglibut

Ich bin in Innsbruck geboren, hinein in die 'Engel-Familie', einer Musikerfamilie, mit der ich schon als Kind auf der Bühne stand. Auch in der Jugend war ich von Musik umgeben, sei es am örtlichen Musikgymnasium, in der Familie u.a. mit Tiroler Volksmusik, auf Sommerkursen und Orchesterfahrten, prägende Erlebnisse , die zu meinem Violinstudium an der Musikhochschule in Wien führten. Während dieser Zeit war ich Geigerin der Band 'Die Knödel' einer Kammermusikformation, in der wir Musik unseres Fagottisten spielten, die sich zwischen Klassik, Volksmusik und Jazz bewegt. Mit dieser Band tourten wir durch Europa, die USA, Kanada, Mexico, Japan, die Mongolei und produzierten einige CDs.

Nach meinem Umzug nach Berlin beschäftigte ich mich zum einen mit improvisierter Musik, besorgte mir eine E-Geige (Engagement bei Sasha Waltz Festival in Bordeaux, Marshtall Theater, eigene Projekte) zum anderen rückte die Alte Musik und das Barockgeigenspiel immer mehr ins Zentrum meines beruflichen Interesses (Meisterkurse bei E. Höbarth und R. Podger, Mitglied von 'La Dolcezza', des 'Göttinger Händelfestspielorchesters', Engagements bei Concerto Palatino, Armonico Tributo, Movimento und vielen anderen deutschen Barockensembles).

Im Jahre 2001 begann ich in der lautten compagney zu spielen, das tue ich bis heute.

Da ich mich, meiner Vergangenheit seis geschuldet, immer sehr wohl in grenzgängerischen Projekten fühle, in denen sich verschiedene Musikstile, fremde Kulturen und Spielweisen, unterschiedlichste Kunstgattungen treffen, ist das Spiel mit der lautten compagney unter Wolfgang Katschners barrierefreier Musikkonzeption ein inspirierendes Arbeitsfeld. Sei es eine Tanzoper, in der die Musiker zu Darstellern werden wie bei 'Maria XXX' oder das wunderbar volksmusikalisch anmutende Playford Projekt 'Chirping of the Nightingale' , die 'Beggars Opera', eine musikalisch gestaltete Lesung aus Pepys Tagebüchern, sei es mit chinesischen Musikern italienischen Frühbarock zu spielen oder mit Kobie van Rensburg im Silvesterkonzert 'O sole Mio' zu singen die Grenzen sind offen und die Perspektive auf Altbekanntes verändert sich, das hält lebendig.

Was ich an der lautten compagney am meisten liebe, ist ihr unbedingter Ausdruckswillen auf der Bühne, ihren Swing und die Nähe zu Ihrem Publikum.


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