Andreas Pfaff

Violine


Andreas Pfaff

Mein Wunsch, Geige zu lernen, traf bei meinen Eltern auf offene Ohren: vor allem als vielversprechende Maßnahme gegen das Zappeln...

Damals ahnte noch keiner, daß aus mir ein Berufsmusiker werden sollte, ich selbst am wenigsten. Als ich dann mein Studium in Berlin begann, war ich als Geiger noch ein überzeugter Romantiker und grundsätzlich von allem begeistert, was Heifetz spielte.
 
Bis ich dann in einem Konzert des Balthasar-Neumann-Ensembles saß und frühbarocke venezianische Karnevalsmusiken hörte: fetzig, mitreißend und mit Witz inszeniert – so eine Musik wollte ich unbedingt auch spielen.

Die Gelegenheit, bei einer Kammermusikreihe in Berlin mitzuarbeiten, nutzte ich dazu, um möglichst viel Barockmusik auf das Programm zu setzen – und Spielpraxis zu sammeln. 
Dass ich nun seit einigen Jahren all diese tolle Musik mit der lautten compagney immer wieder weiter erkunden kann, ist großartig. 

Der Frühbarock mit seinen groovigen Hits –  den Ciaconnen und Passacaglien von Merula, Falconiero und Marini, den Grounds von Purcell oder den jazzigen Toccaten von Kapsperger – hat für mich auch eine gewisse Nähe zur Popmusik. Die hat mich auch stark geprägt. Und wer weiß, vielleicht finde ich irgendwann doch einmal die Zeit, wieder an eigenen Electro Tracks zu frickeln…


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