Aus der Tiefe

mit Tora Augestad, Mezzosopran

Prof. Friedrich-Wilhelm Wellmer
Tora Augestad (Gesang)

lautten compagney BERLIN


Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz, der von sich sagte: „Beim Erwachen habe ich schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreicht, um sie niederzuschreiben“, war seiner Zeit weit voraus. Viele seiner Ideen blieben Visionen oder wurden erst Jahre später umgesetzt. Dies gilt auch für seine Aktivitäten im Harzer Bergbau. Ein Vortrag von Professor Friedrich-Wilhelm Wellmer und Musik, die von Melancholie und Träumen spricht, erkunden den Raum für Sehnsüchte und Hoffnungen.

 

 

Den Kopf voller Pläne

Von Gottfried Wilhelm Leibniz ist bekannt, dass er sich für alles Mögliche interessierte und auch alles Mögliche zu verbessern trachtete. Ohne seinen binären Zahlencode könnten wir heute keinen Rechner benutzen. Der Universalgelehrte, dessen Lebensmotto „Theoria cum praxi“ lautete, zog sich nicht in den Elfenbeinturm der Wissenschaften zurück, sondern hatte immer auch die praktische Umsetzung seiner Erfindungen im Blick.

Auch um den Harzer Bergbau hat sich Leibniz, dessen Vorfahren väterlicherseits Bergbeamte waren, bemüht. Seine Idee von einer horizontalen Windmühle zum Antrieb von Maschinen, mit denen das Wasser aus den Gruben gehoben werden sollte, konnte sich indes nicht durchsetzen.

Für eine weitere Idee, nämlich zur Verbesserung der Fördertechnik eine Unterkette und eine konische Trommel einzusetzen, war die Zeit noch nicht reif. Heute dagegen sind beide im Bergbau Stand der Technik, wie die Fördermaschine auf dem Achenbachschacht in Bad Grund zeigt. Sie ist übermannsgroß und zeichnet sich durch eine konisch geformte Seilwinde aus, die sich günstig auf den Gewichtsausgleich auswirkt.

 

Michael Heinrich Schormann