Doppeltes Vergnügen

Doppelkonzerte von Georg Philipp Telemann

lautten compagney BERLIN | Wolfgang Katschner

Gieb jedem Instrument das / was es leyden kann
So hat der Spieler Lust / du hast Vergnügen dran.

(Georg Philipp Telemann)

Größtes Vergnügen hatte Georg Philipp Telemann vor allem daran, für die Flöte zu komponieren. Wie kein anderer Komponist des Barock bringt seine Flöten-Lust die Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments in überbordend vielfältiger Weise zum Ausdruck. In seinen Doppel- und Gruppenkonzerte überträgt sich diese Spielfreude unmittelbar auf weitere Solisten. Zugleich zeigt sich Telemann in ihnen als Meister des ‚vermischten Geschmacks‘, einer leichtfüßigen Liaison der deutschen Instrumentalmusik mit den nationalen Stilen Italiens und Frankreichs.

So versprüht seine berühmte a-Moll-Suite gleichermaßen schwungvolle Italianità wie den noblen Esprit der französischen Orchestersuite. Immer wieder gibt Telemann dabei den überlieferten Stilen und Formen, darunter zahlreiche muntere Tanzsätze, einen eigenen Twist. Einmalig in der Konzertliteratur der Zeit ist etwa der Zwiegesang von Blockflöte und Traversflöte in seinem e-Moll-Doppelkonzert.
Les Plaisirs – den Vergnügen verheißenden Satztitel aus der Suite – möchte man hier über jedes der Konzerte schreiben. Erst recht, wenn Sie so erklingen, als wäre die Tinte der Notenblätter gerade erst getrocknet.



Termine:
Tickets Samstag, 10. März 2018 – Brahms-Saal, Musikverein Wien (A)