L’Orfeo (SV 318)

Favola in Musica in fünf Akten mit Prolog von Claudio Monteverdi

Italienisch mit deutschen Übertiteln
Libretto: Alessandro Striggio
UA: 24. Februar 1607 herzoglicher Palast in Mantua

 

Orfeo – Dávid Szigetvári (Tenor)
Caronte – Marcel Raschke (Bass)
La Musica/ Ninfa – Marie-Luise Werneburg (Sopran)
Euridice/ Echo – Anne Schneider (Sopran)
Messagiera, Proserpina – Julia Böhme (Alt)
La Speranza – Matthias Lucht (Altus)
Pastore 1 – Christoph Burmester (Tenor)
Pastore 2 – Henning Kaiser (Tenor)
Plutone/ Apollo – Ludwig Obst (Bass)


Monteverdis L’Orfeo – eine von drei seiner erhalten gebliebenen Musiktheaterwerke – zählt zu den frühesten Opern überhaupt und wird auch heute noch regelmäßig aufgeführt. Hier schuf Monteverdi eine gänzlich neue Form der Musik, das dramma per musica (Musikalisches Drama), in dem zwischen langen erzählenden (rezitativischen) und kurzen melodiösen (ariosen, liedhaften, tänzerischen) Abschnitten unterschieden wird.
In Anlehnung an die griechische Sage von Orpheus und Euridyke schildert die Oper Orfeos Versuch, seine durch einen Schlangenbiss gestorbene Braut Euridice aus der Unterwelt zu erretten. Dafür lässt sich Orfeo auf einen Handel mit Pluto, dem Fürsten der Unterwelt, ein. Nur wenn er sich auf dem Rückweg aus der Unterwelt nicht nach Euridice umblickt, darf sie zu den Lebenden zurückkehren. Im Gegenzug dazu soll die Fruchtbarkeitsgöttin Proserpina ewig bei Pluto in der Unterwelt bleiben. Übermannt von seinen eigenen Gefühlen wendet sich Orfeo jedoch nach seiner Geliebten um und verliert sie dadurch für immer. Sein Vater, der Sonnengott, Apollo mahnt den verzweifelten Orfeo zur Vernunft und beschert der Tragödie noch ein erträgliches Ende, denn Orfeo kann an der Seite seines Vaters zu den Sternen aufsteigen und Unsterblichkeit erlangen.