lc on air: Johann David Heinichen: Der glückliche Liebeswechsel oder PARIS UND HELENA

Oper in drei Akten

Mit der modernen Erstaufführung einer der ältesten Opern deutscher Sprache präsentiert die lautten compagney eine echte Rarität aus dem Archiv der Sing-Akademie zu Berlin. Nicht zuletzt wegen seiner Entdeckerfreude zählt das Berliner Ensemble unter Wolfgang Katschner zu den weltweit renommiertesten deutschen Barockformationen. Die wiederentdeckte Oper von Johann David Heinichen, Leipziger Thomasschüler und späterer Dresdner Hofkapellmeister, entstand im Jahr 1710, im Auftrag des Herzogs Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz, für das Naumburger Opernhaus.
Der Meister des Generalbasses hat hier eine komische Oper vorgelegt, in deren Zentrum die schöne Helena steht, Gattin des Königs Menelaos von Sparta. Dass die Dame verheiratet ist, hält den Helden Paris nicht davon ab, sie diversen Göttinnen vorzuziehen und ihr den goldenen Apfel der Schönheit zu reichen. Helena lässt sich äußerst willig von dem Jüngling entführen - und die Verliebten türmen gemeinsam. Ob diese geplante Entführung wirklich eine so gute Idee war? Schon bald müssen Paris und Helena feststellen, dass wegen ihrer Liebe der trojanische Krieg entfacht ist. Und ob sie miteinander wirklich zurecht kommen, das scheint ihnen auch nicht mehr ganz klar. Aber dann lässt das komische Dienerpaar die beiden, wenn auch unfreiwillig, noch einmal in dasselbe Bett steigen...

 

Solisten:

 

Helena: Susanne Ellen Kirchesch, Sopran
Paris: Tobias Berndt, Bass
Enone: Gesche Geier, Sopran
Arminoe: David Szigetvári, Tenor
Euristenes: Ulrich Cordes, Tenor
Rusilla: Melanie Hirsch, Sopran
Desbo: Henning Kaiser, Tenor

 

lautten compagney

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner