Doulce mémoire - Ein Maskenspiel

mit Renaissance-Chansons von Lasso, Sermisy, Jannequin, Sandrin und anonymen Meistern
Produktion des Konzerthauses Berlin aus dem Jahr 2003

Im 16. Jahrhundert erlebte das Chanson in Frankreich seine bis dahin größte Blütezeit. Komponisten wie Clement Jannequin, Claudin de Sermisy, Pierre Sandrin und nicht zuletzt Orlando di Lasso schufen eine neue, ungeahnte Vielfalt polyphoner Gesangskunst. Einige der schönsten Chansons der oben genannten Komponisten erklingen in "Doulce mémoire", einem Abend mit szenischem Spiel, Tanz, Gesang und Musik aus einer wenig bekannten, aber besonders reizvollen Epoche der französischen Musikgeschichte.

"Gargantua und Pantagruel", ein Abenteuerroman von François Rabelais, bietet die Inspiration für die Szenen und Figuren eines Maskenspiels mit Chansons der Renaissance, dargeboten von vier Sängern und einer Tänzerin, begleitet von zwei Lauten, Viola da gamba und Percussion.
Die irdische Liebe in all ihren Facetten feiert in den Chansons Triumphe - ihr sind die meisten der Liedsätze gewidmet, und das spiegelt sich auch in unserer Auswahl: Die Chansons künden von der Melancholie des sich in Sehnsucht verzehrenden Liebenden, von der wehmütigen Erinnerung an die verflossenen Zeiten der Freude, vom Schmerz des Verlassenen, aber auch von den detailliert beschriebenen Wonnen des Beischlafs, selbst die Niederungen der schlüpfrigen Zote sind den Meistern der Renaissance nicht fremd.

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner

Regie: Heike Hanefeld

Bühne, Kostüme: Andrea Eisensee

Dramaturgie: Jens Schubbe

 

Mit Alexander Schneider, Michael Schaffrath, Christoph Burmester, Tobias Müller-Kopp, Marianne Schuster

 

LAUTTEN COMPAGNEY Berlin

Besetzung: Valerie Schuster, Tanz
Altus, 2 Tenöre, Baß
Viola da Gamba, 2 Lauten, Percussion

Szenische Produktion des Konzerthauses Berlin, November 2003

Wiederaufnahme April 2005