Herr, lehre uns bedencken wohl - Fasch - Heinichen - Telemann

Ein Konzert mit drei neu entdeckten Kantaten aus dem Archiv der Sing-Akademie zu Berlin

Der Knabenchor an der Universität der Künste Berlin begibt sich in diesem November auf eine Entdeckungsreise in das 18. Jahrhundert: auf dem Programm stehen drei moderne Erstaufführungen von Werken, die seit dem 2. Weltkrieg als verschollen galten, erst 2002 aus Kiew nach Berlin zurückgekehrt sind und seit über zweihundertfünfzig Jahren nicht mehr zu hören waren.

Zurecht galten die Kirchenkantaten von Johann Friedrich Fasch, Georg Philipp Telemann und Johann David Heinichen den Zeitgenossen um 1750 als Gipfelpunkte der Gattung. Denn die drei Meister aus Zerbst, Hamburg und Dresden verstanden es meisterhaft, der niemals alternden Angst vor der Sterblichkeit eine musikalische Form zu verleihen. Zwischen den Särgen der Hohenzollerngruft lehren die Musiker uns alle bedenken, „dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden".


Ausführende:

Gesine Nowakowski, Sopran / Annekathrin Laabs, Alt / Volker Arndt, Tenor / Matthias Lutze, Bass

Lautten Compagney Berlin / Staats- und Domchor Berlin / Leitung: Kai-Uwe Jirka

 

Programm:

Johann Friedrich Fasch (1688-1758)

Herr, lehre uns bedenken wohl

Die mit Tränen säen (Erstaufführung)


Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Fliehet hin, ihr bösen Tage (Erstaufführung)


Johann David Heinichen (1683 - 1729)

O! Schmerzenstag (Erstaufführung)


In Kooperation mit der Sing-Akademie zu Berlin