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Marienvesper

Claudio Monteverdi.

Seine musikgeschichtliche Bedeutung erhält Monteverdis Marienvesper durch die Präsentation einer neuen musikalischen Sprache und ihrer Ausdrucksmittel. Die Aufnahme der Lautten Compagney unter Wolfgang Katschner mit dem Vokalensemble Amarcord überzeugt nicht nur durch ihre außergewöhnliche Spielfreude, sondern auch durch die Verwendung der neuen kritischen Ausgabe des CARUS-Verlags, die erstmals alle greifbaren Quellen berücksichtigt.

Bei Monteverdis Bewerbung auf die Position des Maestro di cappella an San Marco in Venedig war der 1610 erschienene Druck mit Vesperpsalmen und der Missa In illo tempore sicherlich mit Ausschlag gebend, Monteverdi auf diesen Posten zu berufen. Besondere Aufmerksamkeit dürften in Venedig die fünf Vesperpsalmen sowie die dazwischen gestreuten Concerti erregt haben, die in einem betont modernen Stil gehalten sind. Für seine Einspielung stützen sich Wolfgang Katschner und Amarcord auf Erkenntnisse der neuen Ausgabe des Werkes bei CARUS.

Rezensionen

»Katschner, der einige Parallelen zu Monteverdis ›Orfeo‹ besonders hervorhebt, ist deutlich mehr um ein dramaturgisches Klangerlebnis bemüht, was sich auch in einem größeren Tempo zeigt. So spannend wird man die Missa bislang wohl nicht gehört haben.« (Fono Forum, Januar 2015)

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