ACTUS TRAGICUS – ZEIT UND EWIGKEIT

Musik von J.S. Bach und Schütz

Johann Sebastian Bachs „Actus Tragicus“ (BWV 106) gehört zu seinen frühesten geistlichen Werken und zeigt doch schon eine erstaunliche Reife. Die feine Besetzung mit Blockflöten und Gamben verleiht der Musik eine fast intime Atmosphäre. Bach führt verschiedene Textschichten – Bibelworte, Choräle und freie Dichtung – so selbstverständlich zusammen, dass ein stiller, konzentrierter Blick auf das Thema Vergänglichkeit entsteht. Ganz anders, aber innerlich verwandt, nähert sich Heinrich Schütz den „Sieben Worten Jesu Christi am Kreuz“ (SWV 478). Die Folge von Evangelisten-Rezitativen, kleinen instrumentalen Zwischenspielen und eindringlichen Ensemblepassagen lässt eine knappe, fast szenische Form entstehen. In St. Laurentius Rheinsberg bringen der Staats- und Domchor Berlin und die lautten compagney BERLIN diese beiden sehr unterschiedlichen Annäherungen an Tod und Trost zusammen.

Der Staats- und Domchor Berlin, Knabenchor der Universität der Künste und älteste musikalische Einrichtung der Stadt, vereint heute rund 250 Sänger von fünf bis 25 Jahren in mehreren Ensembles. Von den DoMinis bis zum Konzertchor reicht das Repertoire von Kinderliedern bis zu großen Werken, aufgeführt u. a. mit den Berliner Philharmonikern und im Berliner Dom. In Kooperation mit dem Mädchenchor der Sing-Akademie erhalten jährlich viele Kinder eine qualifizierte Ausbildung. Insgesamt rund 500 junge Sänger:innen repräsentieren Berlins Vielfalt und pflegen Musik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Leiter des Staats- und Domchores ist seit 2002 Kai-Uwe Jirka.

Das Programm wird im Rahmen des Aequinox-Festivals 2026 gespielt.

  • Staats- und Domchor Berlin
  • Mitglieder des Ensembles amarcord
  • lautten compagney BERLIN
  • Kai-Uwe Jirka Musikalische Leitung
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