Matthäus-Passion
von Heinrich Schütz

mit dem Staats- und Domchor Berlin

Anno 1666 kam die Matthäus-Passion des 81-jährigen Hofkapellmeisters Heinrich Schütz zur Uraufführung, a cappella notiert. Über 200 Jahre später, 1888, nahm sich Arnold Mendelssohn ihrer an, gab ihr eine neue Form und ließ sie drucken. 2020 nun entdecken die lautten compagney und der Staats- und Domchor Berlin diese geistliche Musik ganz neu.
Im Zusammenklang mit dem Staats- und Domchor wird die Schützsche Vorlage in ungeahntem Facettenreichtum aufgefächert. Gespielt im originalen Klangbild des Frühbarock. Belebt von einem musikalischen Dialog mit Zeitgenossen des 17. Jahrhunderts. Choralsätze des Berliner Nikolai-Kantors Johann Crüger schaffen Ruhemomente in der Passion. Katholisch-lateinische Motetten des Franzosen Guillaume Bouzignac treffen auf die Komposition des Lutheraners Schütz, der in Glaubensfragen nie Berührungsängste kannte. Nur das „Ehre sei dir, Christe“.

Der Staats- und Domchor Berlin ist die älteste musikalische Einrichtung der Hauptstadt. Bereits 1465 stellte Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg fünf „Singeknaben“ ein, gut hundert Jahre später erlebte der erweiterte Chor seine erste Blütezeit. Heute ist er Teil der Universität der Künste, singt seit 1990 wieder im Berliner Dom und hat zahlreiche Preise gewonnen. Das Repertoire in der Leitung von Kai-Uwe Jirka umfasst die großen Werke der abendländischen Chorkultur und solche der jüngeren Moderne.

  • Staats- und Domchor Berlin Knabenchor an der Universität der Künste Berlin
  • lautten compagney BERLIN
  • Kai-Uwe Jirka Musikalische Leitung
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