Messiah

Oratorium in 3 Teilen von G. F. Händel

Für alle Welt

Was die Politik mühsam trennen will, eint die Musik. Und so wirkt – in Zeiten, da kleinlich um den Brexit gefeilscht wird – Händels „Messiah“ auch als politische Botschaft: das Oratorium eines in Italien ausgebildeten Deutschen, das in England zum Nationalheiligtum wurde. In Wahrheit ist es, wer wollte es bezweifeln, ein Werk für alle Welt …

Erhebend, und das im wörtlichen Sinn! Die englische Gepflogenheit, sich beim „Halleluja“-Chor von den Sitzen zu erheben, reagiert auf das Erhabene dieses Werks. Händels „Messiah“ macht Hoffnung. Die Heilsbotschaft, die er im weiten Gang durch die biblische Geschichte dramatisch-intensiv vermittelt, ergreift den Menschen in seiner Bedürftigkeit und Not. Nicht zufällig fand die erste Aufführung 1742 zum Wohl von Armen und Gefangenen statt. So schwingt vieles mit, wenn der „Messiah“ 276 Jahre später wieder im Musikverein erklingt – in all der Opulenz, die dieses große Werk verdient.

  • Arnold Schoenberg Chor
  • lautten compagney BERLIN
  • Erwin Ortner Dirigent
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